Looky looking Design

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Objekte

Additive Addicted

Berlin

Hinter dem Designstudio Additive Addicted steht die Produktdesignerin Babette Wiezorek, die sich in ihrer Forschung und Design dem 3D-Druck mit keramischen Werkstoffen widmet – und vor allem mit der Frage, wie sich die werdende Form im Prozess beeinflussen und verändern lässt. In ihren Versuchen überträgt sie organische Strategien der Formbildung auf die digitale Fertigung – einer Art digitalen Alchemie – bei der neuartige und komplexe Gefüge aus Keramik und Porzellan entstehen, die mit konventionellen Techniken nicht zu bewerkstelligen wären.

Julius WEilAnd

Berlin

In Julius Weilands Assemblagen aus Glas scheint das sonst so harte Material einen ganz eigenen Charakter anzunehmen. Weich wie Luftballons verbindet es sich mit den anderen Teilen, sich selbst zu einem neuen Ganzen formend: in einen paradoxen Zustand, der sich in der nächsten Sekunde schwerelos in die Luft aufzulösen scheint oder am Boden unter der Last des Materials zu zerbrechen droht. 

Annika Unger und Anja Lapatsch haben sich direkt nach ihrem Studium an der Universität der Künste in Berlin zum Designduo Lapatsch|Unger zusammengeschlossen. Gemeinsam entwerfen sie Objekte aus ungewöhnlichen Materialien wie Birkenpech, Schellack oder Bambuskohle, die nicht nur in ihrer Form an alte archäologische Gefäße erinnern, sondern auch in der Herstellung mit alten Techniken die eigene Entstehung und Entwicklung über die Zeiten hinweg befragen.

LApAtsch|Unger

Berlin

Heide NonnenmAcher

Nattheim

Vor 150 Millionen Jahren war der Süden Deutschlands eine subtropische Meereslandschaft, in der sich Riffe, Korallen und eine faszinierende marine Tierwelt herausbildeten. Versteinerungen dieser vergangenen Unterwasserwelt finden sich bis heute und dienen als Inspiration für Heide Nonnenmachers filigrane Porzellanskulpturen. Wie optische Illusionen schälen sich in ihren Arbeiten feine Strukturen aus einem harten Kern, offenbaren ein zartes Innenleben aus hauchdünnen Porzellanblättchen, die sich mal glatt oder gerollt in der sanften Strömung des Meeres zu wiegen scheinen.

PiA Wüstenberg - UtopiA & Utility

Die „Stacking Vessels“ von Utopia & Utility – 2012 von den Geschwistern Pia und Moritz Wüstenberg gegründet – kombinieren ganz unterschiedliche Materialien wie Glas, Holz, Keramik, Messing und Kupfer miteinander. Jedes einzelne Gefäß ist ein skulpturales Unikat, das von erfahrenen Manufakturen und Kunsthandwerkern gefertigt wird und deren Elemente auch einzeln als Schalen und Vasen genutzt werden können. 

London/Nordeutschland

MArtin Potsch

München

Der Designer und Maler Martin Potsch brennt für Glas. Über 20 Jahre begleitet ihn nun schon diese Leidenschaft, die er seit 2014 in Zusammenarbeit mit den Glasmachern der Glasfachschule Zwiesel und der Glashütte des Industriemuseums Gernheim in atemberaubende Gefäße umsetzt. Das Spiel mit der Transparenz des Materials beherrscht Potsch dabei wie kein anderer: Schichten und Überlagerungen geben dem transparenten Material eine Tiefe, lassen Schattierungen und Lichtreflexionen entstehen, die Potschs hohes malerisches Verständnis für die Formensprache von Hohlglas durchscheinen lassen. 

Malerei und Skulptur verschmelzen in den Arbeiten der Keramikkünstlerin Elke Sada zu einer fruchtbaren Symbiose, die die Grenzen der Gattungen aufbricht. Wie aus Bruchstücken einer explodierten Vase setzt Sada die einzelnen Teile und Formen zu einem neuen Ganzen zusammen, lässt die Verbindungen, Brüche und Risse sichtbar bestehen und appliziert in gestischer, scheinbar wilder Manier Schichten von Farben, die sich überlappen, ineinander fließen und ein Farbfeld entstehen lassen, das vor Lebendigkeit erstrahlt. Die Arbeiten aus der Serie "Hallstattpieces" tragen den lateinischen Namensusatz der Vögel, deren farbige Federpracht Elke Sada für ihre Keramikmalerei inspiriert. 

Elke SAdA

Leipzig

Peter Vogel

Peissenberg

Der Materialzustand der gefundenen Hölzer ist Ausgangspunkt für die archaisch und ursprünglich anmutenden Holzobjekte von Peter Vogel. Nach dem Trocknungsprozess arbeitet Vogel die bizarren Formen und ungewöhnlichen Strukturen der morschen, verwesenden Eichen- und Tannenhölzer heraus. Ihre Oberfläche bearbeitet er mit Kalkpasten, Acrylfarben, Wasserlacken und Kunstharzen, die den Eindruck des Verwitterungsprozess verstärken –  und seine Werke im Spannungsfeld von Ursprünglichkeit und Vergänglichkeit konservieren.

Philipp Weber

Berlin

Mit einer eigens entwickelten Technik gelingt es dem Berliner Designer Philipp Weber, die traditionelle Glasmacherkunst zu revolutionieren: Über mehrere Ventile am Ende der Glasbläserpfeife entstehen beim Blasen verschiedenfarbige Luftkammern, deren unterschiedliche Farben sich im Kristallglas brechen und ein rhythmisch irisierendes Lichtspiel erzeugen. So verwundert es auch nicht, dass er mit seinen Objekten der fortlaufenden Serie A Strange Symphony bereits mehrfach ausgezeichnet wurde und in wichtigen Sammlungen weltweit vertreten ist.

SibA sAhAbi

Amsterdam

Die Objekte der deutsch-iranischen Designerin Siba Sahabi changieren zwischen Kunst und Angewandter Kunst. Sie transformieren die jahrhundertealten Kulturtechniken des Mittleren Orients in zeitgenössische Befragungen von Form und Konzept – und zeigen exemplarisch, wie sich unterschiedliche Welten gegenseitig inspirieren und zu einer größeren kulturellen Vielfalt führen können. Für ihre Werkreihe „Blue Alchemy“ benutzt Sahabi lange, gefärbte Filzstreifen, die sie auf einer Töpferscheibe zu Vasen und Gefäßen aufbaut und so eine der ältesten Kunstformen in unsere heutige Zeit überträgt.

studio MilenA Kling

Berlin

Aus ihrer Leidenschaft für traditionelle Techniken der Glasherstellung, rohe Materialien und Prozesse entwickelt Milena Kling Produkte aus Glas für internationale Kunden. Für die Produktlinie „The Alchemist & Co Co“ werden filigrane Kupferplatten wie ein Mantel um das Glas gelegt, die sich kupferrot einbrennen und den Moment der Produktion einfangen. So entstehen einzigartige Muster und Texturen, die den mundgeblasenen Glasobjekten eine solche Einzigartigkeit verleihen, dass sie es auch schon in die Neue Sammlung der Pinakothek der Moderne in München geschafft haben.

Studio Berg

Berlin

Die kleinen, archaisch anmutenden VIIE Vasen von Studio Berg entstehen in echter Handarbeit an der Töpferscheibe. Die unterschiedlichen Arten des Tons verleihen jeder Vase eine rustikale Individualität mit einer Maserung, die jeder Form ihren ganz eigenen Charakter gibt. Unglasiert und naturbelassen bilden die Vasen so den perfekten Boden, um Blumen und Pflanzen in unser Zuhause zu bringen.

Lutz Könecke

Großenrode

Die Keramikgefäße von Lutz Könecke stehen in einer langen Familientradition, die bis auf seinen Urgroßvater, den berühmten Bauhausmeister Otto Lindig, zurückgeht. Könecke setzt seine Gefäße meist aus zwei oder mehreren Elementen zusammensetzen, die einzeln auf der Keramikscheibe gedreht werden. Im Mittelpunkt steht die Form, die von klaren Linien gezeichnet Handwerk und Kunst vereint.

PorzellAnAtelier ClAudiA Biehne

Leipzig

In ihrem Atelier auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei fertigt Claudia Biehne transluzente Porzellanskulpturen, die durch ihre Verarbeitung und Form Erlebnisse aus der Natur in die Kunst hineinzutragen scheinen. In der Serie „Between the Tides“ fügt Biehne hunderte, von Hand gerollte Porzellanpapiere zu einem Ganzen zusammen. Dafür sind mehrfache Brände und Ergänzungen notwendig, bis eine Arbeit vollendet ist. 

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